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Durch meine Biografie habe ich oft die Schule gewechselt, und ich muss ganz klar sagen, ich hatte Glück. Wenn ich in eine neue Schule kam, wurde ich von den Lehrern erst mal in Ruhe gelassen. Und bis die auf die Idee kamen, dass ich jetzt regelkonform sein müsste, war ich quasi schon wieder weg. Man konnte nicht auf mich und meine Bildung zu- und eingreifen, geschweige denn an mir herumerziehen. Das hätte ich auch nicht zugelassen, denn ich kann mir kein Bild von etwas oder jemandem machen, indem ich nur einem Einzelnen zuhöre. Ich bin nicht Guru-tauglich! Ganz egal ob das ein Lehrer ist, ein Arzt oder ein Politiker. Es braucht verschiedene Perspektiven, Meinungen, Erfahrungen und eine grosse Portion Forschergeist. 

 

Kolbenfresser

Ich sehe mich schon immer als Forscherin. Ich erforsche, was es heisst, Mensch zu sein. Mensch sein, wie geht das? Würde man Jugendliche fragen, wie ein Mofa funktioniert, dann könnten sie dir alles erklären: sie kennen jede Schraube, sie könnten es auch gut frisieren – damit es schneller fährt – und sie wüssten auch genau, welches Zweitaktgemisch sie tanken müssen, damit es keinen Kolbenfresser gibt. Aber dass auch der menschliche Körper einen Kolbenfresser bekommt, wenn man ihm das Falsche zuführt, das wissen sie nicht, das hat ihnen keiner gesagt. Oder wann hat euch das einer erzählt?

 

Neuronale Autobahnen

Meine Grossmutter hat mir schon als Kind die Wichtigkeit der Eigenverantwortung beigebracht. Aber der klassische Lehrer, wie er ausgebildet – oder verbildet – wurde, macht Repetition, ein geniales Konzept für den Auf- und Ausbau der neuronalen Autobahnen im Kopf. Weil das Gehirn so funktioniert. Es bildet neuronale Bahnen über Repetition: mal gelesen, mal gesehen, mal erlebt, mal gehört. Repetio, Repetio und schon ist die These glaubhaft installiert. Aber was die meisten nicht auf dem Schirm haben: Das Gehirn kann nicht denken, es ist lediglich ein Sammelsurium von Wissen. Es kann nur schlussfolgern – es gleicht eher einem Tablet, denn nur die Apps, die drauf sind, können genutzt werden. Das hat aber nichts mit Bewusstsein zu tun. 

 

Wissen allein bringt es nicht

Weil ich wissen wollte, wie das im Gehirn funktioniert, habe ich nach dem Studium des NLP und der Erlebnispädagogik noch kognitive Neurowissenschaften studiert. Meine These dazu: Erst das Bewusstsein führt dazu, gesammeltes Wissen mit Weisheit in die Welt zu bringen. Und Bildung heißt für mich, dieses Bewusstsein zu erlangen. Habt ihr dieses Bewusstsein, so seid ihr nicht Guru-tauglich. Dann seid ihr – wie ich – auf dem Weg, ein Wunderfitz zu sein. Und wisst tief in eurem Herzen, dass kein Wissen die Neugier aufwiegt.

Eure Yvette

 

PS: Wenn ihr mehr über meinen Weg zu meinem ganz persönlichen Erfolg erfahren – und nicht auf meinen nächsten Blogartikel warten möchtet … Schaut doch mal hier ...