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Meine Eltern waren kaum neunzehn, als ich zur Welt kam, und haben sich früh getrennt. Ich bin auch nicht bei ihnen, sondern innerhalb der Familie aufgewachsen. Mal bei meiner Grossmutter im Tirol, dann wieder bei einer Grosstante in der Schweiz. Alle zwei Jahre war ich woanders. Meine Mutter war eines von acht Kindern und ich bin quasi als neuntes Kind bei meiner Grosi aufgewachsen. Meine Mutter hat wieder jemanden gefunden und hat mit diesem Mann einen Sohn, und mein Vater hat noch drei weitere Töchter. Eigentlich sind wir vier Mädchen und ein Junge, die auf verschiedenen Inseln verstreut sind. Ich aber fühle mich als neuntes Kind meiner Grossmutter, das ist meine Ursprungsfamilie, meine Wurzel. Und mit dieser Wurzel habe ich grosses Glück gehabt. Aus dieser Wurzel sauge ich heute noch viel Energie. Und diese spezielle Energie dürft auch ihr in eurem Leben nicht ausser Acht lassen.

 

Eine Klarheit, die stärkt

Ich kam immer wieder in ein neues Umfeld und wurde somit immer wieder Teil eines neuen Familiensystems. Für mich war es jeweils wichtig erst mal zu schauen, was da ist und wie ich in diesem System relativ reibungslos überleben kann. Und dadurch, würde ich in der Retrospektive sagen, waren meine Antennen sehr schnell weit ausgefahren und sehr klar. 

Eine Klarheit, die zu der Energie gehört, die aus meinen Wurzeln zu mir fliesst. Denn:

Ich sehe es als grosses Glück, dass ich praktisch in einem Dorf aufgewachsen bin, mit verschiedenen Kulturen, die ich aufgesogen habe wie ein Schwamm. Ich habe das als sehr stärkend empfunden. Es gibt ja dieses afrikanische Sprichwort, das besagt, dass es ein ganzes Dorf braucht, um ein Kind zu erziehen. Tatsächlich habe ich mich nie geschwächt gefühlt, weil immer etwas Stärkendes da war, das ich erkennen und annehmen konnte. Auch wenn ich aus den Latschen gekippt war und aus der Komfortzone gerissen wurde, konnte ich das Geschehen einfach mal kommen lassen und beobachten. Das konnte ich anscheinend schon als Kind und junger Mensch ziemlich gut, wenn auch auf einer unbewussten Ebene.

 

Auf die Essenz ausgerichtet

Ich kann in einem ganz struben Setting sein und mich trotzdem ganz auf die Essenz ausrichten und die Information herausfiltern. Ich kann sehr gut alles ausblenden, auch Geräusche. So erkenne ich auch sehr schnell, wenn andere Menschen in Angst sind. Das Gefühl der Angst kannte ich als Kind schon nicht. Ich war und bin immer geführt, und ich weiss, dass man sich dafür entscheiden kann, ausserhalb einer Situation zu sein oder mittendrin, und ich konnte schon immer ganz bewusst den Fokus auf das richten, was stärkt. Als Kind sind es die einfachen Sachen, man bringt ein Blümchen, macht eine Zeichnung oder wird einfach unsichtbar. Ich wusste einfach immer, was ich machen musste, damit Menschen in Angst- und Stresssituationen wieder mehr in ihre Mitte kommen. In Ausnahmesituationen, wenn alle anderen völlig panisch sind, bin ich die Ruhe selbst. Weil ich nie, never ever, meine Verbindung zu meinen Wurzeln gekappt habe.

 

Eure Yvette

 

PS: Wenn ihr mehr über meinen Weg zu meinem ganz persönlichen Erfolg erfahren – und nicht auf meinen nächsten Blogartikel warten möchtet ...  Schaut doch mal hier  (für die Leserinnen und Leser aus Deutschland bei Axel Kahn)