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Einige Firmen, die ich begleite, haben immer noch eine sehr klare, klassische Unternehmensstruktur, mit der typischen „one way“-Kommunikation: Der Chef sagt an und die Mitarbeiter machen. Doch mittlerweile ist diese Art der Kommunikation eine aussterbende Gattung, Mitarbeiterbeteiligung und Selbstorganisation sind im Vormarsch. 

Hier zählt plötzlich nicht mehr nur die Kommunikation durch den Chef, der Monolog in eine Richtung, sondern der Dialog mit den Mitarbeitern. Manche Führungskräfte sind in dieser Situation verunsichert und wissen nicht, wie sie umswitchen sollen. Vielleicht ist euch das auch schon so gegangen. Dabei ist es gar nicht so schwer.

 

Runter mit der Maske!

Ich rate beiden Seiten immer, offen für das Neue zu sein. Der Chef ist jetzt nicht mehr der Superman des Unternehmens, der sich alleine durchkämpft und allen sagt, was zu tun ist. Er muss nicht mehr alles können – aber er muss ehrlich sein. Sich nicht hinter einer Superhelden-Maske verstecken. Denn dann schliesst er seine Mitarbeiter aus. Damit verpasst er seine Chance, die Führung neu zu definieren und das Team zu stärken. Denn auch die Mitarbeiter haben es satt, nur die fleissigen Bienchen zu sein, die nicht mit kreieren dürfen. 

Dabei geht es auch anders: Einige Unternehmen haben grosse Boards, wo jeder mit einer Kernkompetenz und mit seinem Talent aufgeführt ist. Derjenige, der in einem Projekt die meiste Kompetenz hat, geht in Führung und stellt sich ein Team zusammen. Doch dazu ist nicht jeder bereit.

 

Step by step

Na klar, es gibt sehr verschiedene Typen von Führungskräften, aber genauso viele Wege gibt es auch, Schritt für Schritt einen Dialog mit den Mitarbeitern aufzubauen. Ich rate Unternehmen immer, in diesem Punkt kreativ zu agieren, gerade in klassischen Strukturen. Und das natürlich ohne die Mitarbeiter zu überfordern. 

Ein sinniges Tool, um Leute ins Gespräch zu bringen, sind zum Beispiel Vouchers. Als Mitarbeiter kann ich mir damit ein Gespräch wünschen, das in einem produktiven Rahmen stattfindet – in der Kantine, draussen im Park, in einem Café ausserhalb des Firmengeländes … der Vorstellungskraft sind keine Grenzen gesetzt. 

Ich kenne aber auch viele Führungskräfte, die eher sachlich sind. Denen empfehle ich, etwas ganz simples zu probieren: sich einen Verbündeten suchen. Einen Mitarbeiter aus dem Team, der das hat, was sie gerade brauchen. Beispielsweise für ein Brainstorming. Wenn das klappt, hat er – schwups – ein Teammitglied auf seiner Seite. Doch dafür ist Offenheit wichtig: Dem Team zu zeigen, dass ihre Ideen erwünscht sind, dass der Dialog zwischen den Ebenen wichtig ist. Für den Erfolg und für das Betriebsklima. 

Und auch die Transparenz ist entscheidend. Wenn ihr euch für einen Führungsstil entscheidet, dann ist es wichtig, dass alle im Unternehmen davon wissen. Denn es geht um viel.

 

Im Dialog mit uns selbst

Vor allem geht es um Stärke und Ehrlichkeit – und die beginnt bei uns selbst. Der Dialog beginnt bei uns selbst, wenn wir die ganzen Masken und die Schminke weglassen und ehrlich zu uns sind. Das Zwiegespräch mit euch selbst bringt euch zur Selbsterkenntnis, welche Sprache für euch die richtige ist, um gehört zu werden. Das ist eine wichtige Voraussetzung zum Verstehen und zum respektvollen Umgang. 

Verständnis entsteht nur im Dialog. Egal auf welcher Unternehmensebene ihr steht: Nur, wenn ihr miteinander redet, entsteht Empathie. Und die eröffnet euch ganz neue Möglichkeiten für eure Zusammenarbeit. 

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